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Bioaktive Pflanzenstoffe

Bioaktive Pflanzenstoffe sind biologisch aktive Verbindungen, die in Pflanzen vorkommen. Sie bestimmen Farbe und Geschmack der Pflanze und sind für deren Überleben verantwortlich. Die Pflanzenstoffe fördern das Wachstum, indem sie durch Ihren Geschmack vor Schädlingen schützen. Um ihren Fortbestand zu sichern, locken sie durch Ihre Farben Vögel und Insekten an, die die Pollen und Samen verteilen.

Beim Verzehr entfalten bioaktive Pflanzenstoffe ein Vielzahl von Schutzwirkungen beim Menschen. Sie fördern die Gesundheit und ein langes Leben und verringern das Erkrankungsrisiko vieler chronischer Krankheiten.

Befassen Sie sich mit den nachfolgenden Pflanzenstoffen um zu erfahren welche Schutzmechanismen sie uns bieten.

Phenolverbindungen

Phenolverbindungen sind die größte Gruppe der bioaktiven Pflanzenstoffe. Die 3 wichtigsten Gruppen: Flavanoide, Phenolsäuren und Tannine

Wirkung der Phenolverbindungen:

  • sie schützen uns vor Viren und Bakterien und stärken somit unser Immunsystem
  • verringern das Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko
  • hemmen die Entwicklung verschiedener Krebsarten
  • sind sehr starke Antioxidantien und schützen uns daher gut vor freien Radikalen.
  • halten die Blutgefäße elastisch

Flavanoide

Es sind mehr als 2000 verschiedene Flavanioide in Pflanzen bekannt. Sie sind verantwortlich für das intensive Rot der Kirschen, für die herbe Note einer Tasse Tee und für den süßsäuerlichen Geschmack der Grapefruit.

Die wichtigsten Untergruppen der Flavanoide:

  • Catechine
  • Quertecin
  • Rutin
  • Luteolin
  • Anthocyan
  • Apigenin
  • Naringenin
  • Hesperidin
  • Dopamin
  • Bromelain
  • Limonen

Phenolsäuren

Die wichtigsten Untergruppen der Phenolsäuren:

  • Hydroxyzimtsäure
  • Ellagsäure
  • Gallussäure
  • Salicysäure
  • Ferulasäure
  • Cumarsäure
  • Chlorogensäure
  • Curcumin

Tannine

Tannine verleihen z.B. Walnüssen oder Rotwein den trockenen Geschmack durch eine chemische Reaktion in unserem Speichel.

Die wichtigsten Untergruppen der Tannine:

  • Capsaicin
  • Resveratrol
  • Cumarine

Wichtig:

  • Phenolverbindungen werden nicht durch kochen zerstört, aber gehen in das Kochwasser über. Sie sollten möglichst die Kochzeit kurz halten oder das Kochwasser mitverwenden.

Phytoöstrogene

Phytoöstrogene ähneln stark dem weibliche Sexualhormon Östrogen, sie entfalten aber ein geringere Wirkung in unserem Körper.

Die wichtigsten Untergruppen der Phytoöstrogene:

  • Isoflavone
  • Cumestrol
  • Lignane

Wirkung der Phytoöstrogene:

  • Sie verlängern den Menstruationszyklus bei Frauen
  • haben positive Auswirkung auf die Knochendicht und bei Wechseljahresbeschwerden
  • hemmen die Entwicklung verschiedener Krebsarten
  • schützen uns vor Herzkrankheiten
  • wirken oxidationshemmend (Schutz vor freien Radialen)

Carotinoide

Sie sind verantwortlich für die orangene Farbe der Karotten, das Gelb des Maises, das Orange der Aprikosen und für die rote Farbe der Tomaten. Carotinoide schützen die Pflanzen vor zu viel Sonnenlicht, indem sie die freien Radikale neutralisieren die durch UV Strahlen erzeugt werden. Auch fördern sie das Wachstum durch Energieerzeugung aus Sonnenlicht.

Die wichtigsten Untergruppen der Carotinoide:

  • Alpha Carotin
  • Beta Carotin
  • Zeaxanthin
  • Cryptoxanthin
  • Lycopin
  • Lutein

Wirkung der Carotinoide:

  • wirken oxidationshemmend (Schutz vor freien Radialen)
  • stärken das Immunsystem
  • können bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden
  • hemmen die Entwicklung verschiedener Krebsarten
  • sind gut für unsere Augen indem sie vor grauem Star schützen
  • können Alzheimer und Diabetes positive entgegenwirken

Wichtig:

  • Alle Carotinoide sind fettlöslich. D.h sie können vom Körper nur bei gleichzeitigem Verzehr von Fett aufgenommen werden.
  • Als Nahrungsergänzungsmittel oder Nahrungsmittelzusatz haben Carotinoide bei weitem nicht die selbe Wirkung wie in der natürlichen Nahrung

In unseren Rubriken Obst, Gemüse und Nüsse erfahren Sie welche Pflanzenstoffe wo vorkommen.

 

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